FlyLAB

Ein Avioniklabor für praktisches Lernen und den Aufbau technischer Kompetenzen.

Über das Projekt

Ein Projekt zur praxisorientierten Technologiebildung, umgesetzt in Zusammenarbeit mit dem Ramučiai-Gymnasium in Naujoji Akmenė. Bei der Umsetzung des Projekts wurden die technischen Möglichkeiten der Schullabore durch die Ergänzung ihrer Ausstattung um moderne unbemannte FPV-Flugsysteme (engl. First Person View) sowie Geräte für digitale Videoübertragung, Fernsteuerung und Elektronik erweitert.

Das Hauptziel des Projekts war es, eine technische Grundlage für praktisches Lernen zu schaffen. Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur Drohnen fliegen lernen, sondern auch deren Aufbau, die Funktionsprinzipien der Elektronik, Kommunikationssysteme, Flugdynamik und Wartungsprozesse verstehen. Wir wählten FPV-Systeme für unterschiedliche Einsatzzwecke aus und stellten sie zusammen, montierten die Drohnen und bereiteten sie für den Einsatz vor. Zudem stimmten wir ihre Hauptkomponenten aufeinander ab und ergänzten das Labor um die Ausstattung für eigenständige technische Experimente.

Vom ersten Start bis zu Langstreckenflügen

Ein wesentliches Projektergebnis war eine Flotte von 15 FPV-Drohnen unterschiedlicher Klassen, die drei technologische Kategorien abdeckt. Den Einstieg bilden FPV-Trainingsdrohnen für erste Flüge, präzise Steuerung und das Manövrieren auf engem Raum. Anschließend folgen FPV-Renndrohnen für dynamische Flüge, anspruchsvollere Manöver und Untersuchungen zur Flugdynamik und zu Steuerungssystemen. Den Abschluss bildet die Kategorie der Langstrecken-FPV-Drohnen für längere Flüge sowie zum Kennenlernen von Verbindungszuverlässigkeit, Navigation und Telemetrietechnologien. Diese Plattform ermöglicht einen schrittweisen Lernprozess – von grundlegenden Flugsteuerungsprinzipien bis hin zu anspruchsvolleren Steuerungs- und Konstruktionsaufgaben mit unbemannten Luftfahrzeugen.

Mehr als Drohnen – ein vollständiges technologisches Ökosystem

Bei der Einrichtung des Labors ging es um mehr als die Beschaffung flugfähiger Geräte. Zur Ausstattung gehören digitale FPV-Videobrillen, programmierbare Fernsteuerungen, hochauflösende Kameras und Videosender, Kommunikationsantennen sowie auf unterschiedliche Plattformen abgestimmte Energieversorgungslösungen. Besonderes Augenmerk galt der Infrastruktur für Elektronikarbeiten und Wartung. Das Labor wurde mit Lötstationen, Rauchabsaugung, Elektronikwerkzeugen, Ersatzpropellern, Steckverbindern und Reparaturkomponenten ausgestattet. Hinzu kamen Geräte zum Laden und Balancieren sowie zur sichereren Lagerung von LiPo-Akkus.

Diese Ausstattung ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, mit realen technischen Prozessen zu arbeiten – von der Auswahl der Drohnenkomponenten über die mechanische Montage und das Anschließen der Elektronik bis hin zur Systemkonfiguration, Fehlerdiagnose und Reparatur. Die technische Basis wurde so gestaltet, dass sich verschiedene Lernaktivitäten ergänzen. Flugsimulationen fördern Flugsteuerungsfähigkeiten in einer sicheren virtuellen Umgebung, während reale FPV-Plattformen das praktische Erproben von Steuerung, Aerodynamik, Kommunikation und Elektronik ermöglichen. Unser Ziel war es, dass Schülerinnen und Schüler eine Drohne nicht nur als steuerbares Gerät begreifen, sondern als offenes technisches System, das sich untersuchen, konstruieren, verändern und verbessern lässt. Das Ergebnis ist eine erweiterte technische Basis für das Avioniklabor der Schule, die zusätzliche Möglichkeiten für praxisorientierte MINT-Bildung, technologische Experimente und die Kompetenzentwicklung künftiger Ingenieurinnen und Ingenieure bietet.

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